Erster Schultag

So jetzt war es endlich so weit, ich begann mit dem normalen Schulalltag. Okay, normal wäre wohl falsch ausgedrückt. Denn ich bin mir eine geringere Begeisterung gewohnt.

Doch das Ganze mal von vorne. Wir mussten uns wieder vor dem Rektor einfinden, welcher uns fünf Austauschschüler dann den verschiedenen Klassen zuwies.Jeder ist alleine in seiner Klasse. Ich bin in der Klasse 5c. Das ist der Abschlussjahrgang und wir werden daher auch einen Abschlussball und alles drum herum haben. Wir wurden in die Klassenzimmer begleitet und der Klasse vorgestellt. Da stand ich nun, von nicht weniger als 36 Augenpaaren begutachtet. Es reichte noch für ein “Hola me llamo Laurin y soy suizo”, denn zugegeben, viel mehr kam mir nicht in den Sinn. Doch das war nicht weiter tragisch, denn in den nächsten zwei Lektione wurde mir jede mögliche Frage gestellt. Ich würde ja gern sagen welche, doch verstanden habe ich eigentlich keine. Ich kann wohl das erste Mal in meinem Leben sagen, ich habe nichts vom Unterricht mitbekommen, weil mich andere abgelenkt haben. Und so ging es den ganzen Tag weiter. Nach Physik, hatten wir Chemie. Doch speziell war, anstatt vor dem Chemielabor auf die Lehrerin zu warten, warteten wir in unserem Klassenzimmer, welches wir nie wechseln auf unsere Lehrerin, die uns zum 10 Sekunden entfernten Labor begleitete.

Durch unser Schulhaus zu gehen, ist so eine Sache, welche sehr gewöhnungsbedürftig sein wird, denn ich kannte das bisher nicht, dass Leute von ihren Pulten aufstehen um an die Fenster und Türen zu gehen, damit sie den neuen Austauschschüler auch wirklich sehen. Ich bin halt auch der einzige männliche Austauschschüler in meiner Schule. Die Leute in meiner Klasse sind sehr freundlich. Generell, helfen alle an meiner Schule, wo sie nur können.

In der Chemie Stunde unterhielt ich mich mit meinen neuen Schulfreunden über Fussball. Okay, vor allem half ich ihnen, die duetschen Namen der Fussballspieler richtig auszusprechen. So wollten mir meine Kameraden einfach nicht glauben, dass ich mich nicht für Fussball interessiere und auch äusserst schlecht darin bin. Bis ich schliesslich einwilligte mit ihnen in der Pause Fussball zu spielen und ihnen vom FC Luzern meinem absoluten Lieblingsclub vorschwärmte, denn jeder hat ja einen Club, welchen er mit Herz und Seele unterstützt. In der Pause, bewies ich ihnen dann mein eben „nicht Talent“ und glaubt mir, wenn ich euch sage,  dass ich noch nie so viele gelogene Komplimente bekommen habe in meinem Leben. Es hat eben auch seine guten Seiten, wenn alle mit einem reden wollen.

Nach der Pause, hatten wir Computation. Wie der Name sagt, hat es mit Computern zu tun, doch mehr habe ich leider noch nicht rausgekriegt. Später ging es weiter mit dem Fach Klassenstunde/Bücher lesen. Und zu guter Letzt Anatomie! Es war nun 14.30 Uhr und ich war fertig mit der Schule. Ich wartete noch 40 Minuten auf meinen Vater, welcher mich direkt nach der Schule abholen kam und fuhr dann mit ihm nach Hause.

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