29. Juli: Shopping

So nun war es morgen, mein erster Morgen in Peru. Wir waren den ganzen Vormittag im Haus und ich bekam ein Telefon vom Flughafen, dass ich mein Koffer abholen kann.

Spass, wir mussten denen anrufen, und erfuhren, dass sie immer noch keine Ahnung haben, wo mein Koffer ist. Also mussten wir los um mir Unterwäsche und Kleider zu kaufen. Zum Glück habe ich eine Travel Cash Karte dabei, die ja auf der ganzen Welt funktioniert. Am Bankschalter, bemerkte ich, dass Peru wohl nicht zu der Welt zählt, denn Geld kam da sicher nicht raus. Also musste ich meine US Dollars in Nueve Sol (peruanische Währung) umtauschen. Nach dem ich für 50 Dollar 138 Soles bekam, gingen wir weiter, ich würde gerne meine Route zeigen, doch ich bin mir nicht mal sicher, ob wir überhaupt aus unserem Quartier gekommen sind. Die Strassen sind überall dicht befahren und ich glaube Verkehrsregeln, ist ein Fremdwort hier.

Doch zurück zu meinem Kleiderproblem. In dem Einkaufszentrum angekommen, war ich zuerst mal beeindruckt von den Grössenverhältnissen hier. Sie verkaufen dort drinnen sogar Autos. Da ist das Emmenzenter mit seinen über 88 Läden nichts dagegen. Wir gingen in einen riesig grossen Kleider/ Fernseher/ Möbel/ Fahrrad Laden und ich begann mit meiner Kleidersuche. Ich hatte noch eine Hose im Handgepäck das heisst ich musste nur T-Shirts und einen Pulli kaufen. Doch ich bemerkte relativ schnell, dass die nicht wirklich Kleider in meiner Grösse haben. Dies erklärt auch warum mich alle anschauten, als wäre ich ein Dinosaurier auf freiem Fuss. Okay zugegeben, dieser Vergleich hat eigentlich was. Ich war der einzige weisse in diesem Einkaufzentrum, und wahrscheinlich auch seit langem. Also musste ich anders an die Kleidersuche gehen. Ich nenne es “peruanisches Shopping”; Man geht durch den ganzen Laden und sucht nach Klamotten in seiner Grösse und man darf sie nicht probieren und anschauen, denn sie sind sowieso zu klein. Es kommt ja bekannterweise eh nur auf die inneren Werte drauf an. Am Abend reiste mein Gastbruder ab, für ein Austauschjahr in den USA. Das witzige ist, ich war aufgeregter, als vor meiner Abreise.

 

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