7 Monate in Peru

7 Monate in Peru huuuf schon sooo lange? Ja und doch vergeht die Zeit wie im Fuge. Seit dem 20 Dezember habe ich jetzt schon Ferien.  Ich feierte mein Neujahr mit meinen Freunden am Strand und wir konnten sogar noch ein Mitternachtsschwimmen machen. Die ersten Tage des Januars, verbrachte ich eigentlich damit, das Nachtleben Limas einbisschen genauer unter die Lupe zu nehmen und Mitte Januar, ging es dann ab zu der zweiten Rotary Reise;). Ich kann leider nicht so viel darüber erzählen, denn ausser Strand und Ruinen haben wir eigentlich nicht viel gesehen. Ah natürlich Ecuador. Wir gingen noch 4 Tage nach Ecuador, denn jedes andere Land ausser Peru schafft es ihren Austauschschülern Visa zu besorgen für ein Jahr. Aber so hatte ich wenigstens die Gelegenheit ein neues Land in Südamerika zu sehen. Und es tat gut, in den Strassen von Ecuador herum zu laufen, es war bestimmt nicht das letzte Mal gewesen für mich in diesem schönen Land. Es war so sicher und richtig sauber. Dafür war alles viel teurer als in Peru.  Die letzten paar Tage der Reise waren auch traumhaft schön, wir waren in einem Hotel im Norden Perus, dass direkt am Strand war. Doch auch reisen müssen vorbeigehen, es war aber nur schon schön alle meine Austauschfreunde, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu sehen. und mit ihnen Zeit zu verbringen.

Nach der Reise, hatte ich drei Tage Zeit in Lima bevor wir, die Austauschschüler von Lima , für einen Monat in die Provinz geschickt wurden, währenddessen die Leute aus der Provinz für einen Monat in unseren Familien leben können. Ich habe die Gelegenheit in Pucallpa, einer Stadt in der Selva Perus zu leben. Das ist der Teil Perus mit dem Urwald. Meine Stadt liegt sozusagen im Urwald. Somit haben wir hier auch das tropische Klima. Einfach gesagt, viel schwitzen und dann wird man nass wegen des Regens. Aber es gefällt mir hier, die Leute sind sehr Freundlich und essen viel gesünder als in Lima. Fast ein bisschen zu gesund, wenn man jeden Morgen frittierte Bananen zum Frühstück kriegt mit einem Fruchtsaft, der meist aus einer trophischen Frucht gemacht ist. (kann mir leider die Namen nie merken, aber glaubt mir ihr wärt erstaunt wie viele Früchte es gibt und wie interessant die schmecken können). Aber auch  sonst merkt man eine enorme Differenz zwischen Lima und Pucallpa vom Entwicklungsstand her, zum Beispiel weil hier in Pucallpa nicht sehr viele Leute ein Auto haben. Die meisten, haben einen Töff und brauchen die Mototaxis um sich fortzubewegen. Das sind so Töffs mit Bänken hintendran, stelle dann noch ein Foto von einem rein, damit ihr euch das besser vorstellen könnt. Doch heisst es auch  hier kalt duschen, und manchmal wird man in der Dusche noch von einem Frosch überrascht. Es hat generell auch mehr Insekten :O. Auch gibt es sehr viele Strassenhunde hier, und die Familien haben meist zwei oder mehr Hunde in ihren Häuser, wegen den Einbrechern. Doch man merkt, wie Pucallpa sich am entwickeln ist, denn seit eineinhalb Jahren haben sie jetzt einen Realplaza (Einkaufszentrum) und seit sechs Monaten einen Openplaza (anderes Einkaufszentrum). Und sie haben auch schon 3 Kinos, die wir Austauschschüler fleissig benutzen. Doch was mir hier am aller besten gefällt, ist die Natur und der Regen. Es ist so wunderschön grün hier, sie haben Blumen und mein Haus hat sogar Palmen im Garten und manchmal trinken wir Kokosnussmilch zum Mittagessen. Passt hervorragend zu Bananen und Poulet ;). Man sagt, dass Bananen die Kartoffeln der Selva sind.

Letzten Sonntag, haben wir Carneval gefeiert, dass war sehr witzig. Man kann es wohl überhaupt nicht mit dem bei uns in Luzern vergleichen, doch es war cool. Leider hatte ich nicht die Gelegenheit, den ganzen Tag zu feiern, wegen eines Schicksalsschlags in meiner Gastfamilie hier. Doch  konnten wir trotzdem noch ein bisschen Carneval sehen.  Die Leute spritzen sich gegenseitig mit Farben and und auch Mehl und Babypuder. Und es wird um einen in der Mitte des Platzes aufgestellten Baum, mit geschenken dran herum getanzt. Der wird dann später gefällt und alle stürzen sich dann auf die geschenke, ist ja gratis. Und es wird natürlich auch viel mit Wasser rumgespritzt. Und viel getanzt, doch dies ist eigentlich fast immer der Fall bei einem peruanischen Fest. Und das aller schönste hier in Peru ist, es kümmert niemanden wie man tanzt, sondern nur dass man tanzt.
Meine Zukunftspläne in Peru:

Am 5 März kehre ich zurück nach Lima und am 9. kommt mich meine Grossmuter aus der Schweiz besuchen und wir gehen zusammen reisen und ich zeige ihr wie wunder schön doch Peru ist. Und am 24. März nach ihrer Abreise, heisst es dann auch für mich nach 3.5 Monaten Ferien zurück in den Unterricht. Doch das coole kommt noch, ich muss nicht zurück in die peruanische Schule, sondern kann an die Universität gehen. Und so wie es aussieht werde ich für den Rest meiner Zeit hier, Gastronomie studieren.

Und jetzt am Ende dieses Berichtes, würde ich gerne mal die Gelegenheit nehmen, um Rotary zu danken, für dieses Programm. Ich bin so dankbar, dass ich die Chance hatte in dieses wundervolle Programm aufgenommen zu werden.

Kathedrale von Pucallpa

Japs  ich in einem Mototaxi. Leider ist das Foto gestellt, aber ich wollte euch zeigen wie ich Mototaxis gebrauche ;)

Japs ich in einem Mototaxi. Leider ist das Foto gestellt, aber ich wollte euch zeigen wie ich Mototaxis gebrauche ;)

Die Touristenstrasse in Pucallpa

SO kleine Läden sie immer und überall in Peru rumstehen und alles verkaufen was man grad will;)

SO kleine Läden sie immer und überall in Peru rumstehen und alles verkaufen was man grad will;)

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Jetzt wisst ihr, wo die Bananen her kommen;) Und ja sie haben viele.

Jetzt wisst ihr, wo die Bananen her kommen;) Und ja sie haben viele.

So ein Getränk aus der Selva, das wie Eistee schmeckt und wie Säfte, die man hier auf der Strasse kauft, trinkt man es aus so einem Säckli.

So ein Getränk aus der Selva, das wie Eistee schmeckt und wie Säfte, die man hier auf der Strasse kauft, trinkt man es aus so einem Säckli.

der sollte irgendwie 30 Jahre alt sein oder so. Ich habe zwar keine Ahnung von Biologie aber ich denke der ist vielleicht ein bisschen älter:)

EInfach ein grosser Baum. Der sollte irgendwie 30 Jahre alt sein oder so. Ich habe zwar keine Ahnung von Biologie aber ich denke der ist vielleicht ein bisschen älter:)

Da war ich mit meiner Gastfamilie in Pucallpa, bei diesem coolen Restaurant. Und wir haben um 6 Uhr in der früh gefrühstückt. Auch wenn es mehr an ein Mittagessen erinnerte.

Da war ich mit meiner Gastfamilie in Pucallpa, bei diesem coolen Restaurant. Und wir haben um 6 Uhr in der früh gefrühstückt. Auch wenn es mehr an ein Mittagessen erinnerte.

einfach nur ein Bild im "Urwald"

einfach nur ein Bild im “Urwald”

Ein Bild, wo ich mit den Austauschschülern in der Mall von Pucallpa war, um mal was anderes zu essen als frittierte Bananen

Ein Bild, wo ich mit den Austauschschülern in der Mall von Pucallpa war, um mal was anderes zu essen als frittierte Bananen

Strasse vor meinem Haus in Pucallpa

Strasse vor meinem Haus in Pucallpa

Und wir haben auch Regen ;)

Und wir haben auch Regen ;)

Strasse in Pucallpa

Strasse in Pucallpa

weil nicht immer alles schön ist in einer Stadt im Urwald

weil nicht immer alles schön ist in einer Stadt im Urwald

mein Garten

mein Garten

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Die Palmen haben mega viele Kokosnüsse und daher konnten wir immer Kokosmilch trinken

Mein Haus. Die Palmen haben mega viele Kokosnüsse und daher konnten wir immer Kokosmilch trinken

Hafen in Pucallpa IMG_0627 IMG_0625 IMG_0624 Plaza de Armas

So ein Turm bei Plaza de Armas keine Ahnung warum der da steht und das konnte mir auch niemand erklären

So ein Turm bei Plaza de Armas keine Ahnung warum der da steht und das konnte mir auch niemand erklären

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Richtig lecker. Ganz einfach Eis und dann kann man seine Fruchtsäfte für drüber aussuchen und dann hat man sein Glacee mit Fruchtgeschmack. Und der BEcher nur 30 Rappen;)

RASPADILLA…Richtig lecker. Ganz einfach Eis und dann kann man seine Fruchtsäfte für drüber aussuchen und dann hat man sein Glacee mit Fruchtgeschmack. Und der BEcher nur 30 Rappen;)

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Mein Gastbruder und ich;)

Um das Klischee des Drittweltlandes zu bestätigen.

Um das Klischee des Drittweltlandes zu bestätigen. Der Fussballplatz vor meinem Haus. Die Rote Mauer auf der linken Seite, ist die Mauer meines Hauses.

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Es war kein Wehnachtsessen mehr, da man am 25 nicht mehr feiert, wir haben an dem Tag einfach mit guten Familien freunden gespiesen.

25 Dezember: Es war kein Weihnachtsessen mehr, da man am 25 nicht mehr feiert, wir haben an dem Tag einfach mit guten Familien freunden gespiesen.

um 12.00 in der Nacht am 24 Dezember ist Weihnachten in Peru. Die Geschenke werden dann nachher verteilt.

Am 24 Dezember um 12.00 in der Nacht ist Weihnachten in Peru. Die Geschenke werden dann nachher verteilt.

Das sind meine zwei kleinen Brüder aus der ersten Gastfamilie...

Das sind meine zwei kleinen Brüder aus der ersten Gastfamilie…

4 Monate

Vier Monate, und es kommt mir vor als würde ich schon ewig hier leben und doch verging die Zeit soooo schnell. Wie es mir geht, mir geht es blendend. Doch mein grosses Problem, wie ich meine teuren Reisen hier zahlen soll oder dass Spotify plötzlich nicht mehr funktioniert und ich jetzt mit meinem Handy, MP3 Player oder meinem iPod Musik hören muss. So also habe ich eigentlich die selben Probleme wie in der Schweiz.

Was wohl die bessere Frage wäre, wie geht es Peru? Das ist ein schwieriges Thema und wird wenn überhaupt, nur aus meiner Ansicht beantwortet. Peru ist mega günstig, wie cool, dass ich mit dem selben Sackgeld wie aus der Schweiz super leben kann. Hier ist halt alles günstig und die Leute arm, wenn ich dann zurück bin muss ich die Armut nicht mehr anschauen, doch ist sie dann auch weg? Wo soll ich anfangen, man kann auf dem selben Standard leben in Peru wie in Europa nur mit dem Unterschied, dass es hier Luxus ist. Ich will damit nicht sagen, dass wir es doch einfach schön haben. Denn damit reden wir uns gut, doch lösen keines Weges andere Probleme. Die Frage ist warum es nicht alle Leute so haben. Weil die die es gut haben, es immer besser haben wollen. Und weil der Glaube und das Vertrauen an den eigenen hier Staat fehlt. Es würde nie Jemand seine Kinder hier in eine staatliche Schule schicken, wenn er das Geld für eine private hat. Auch ich nicht, da ich schon die private kenne. Es war zu Beginn zugegebener Massen witzig, besser zu sein in Englisch als meine Englischlehrerin, doch wird es von Tag zu Tag trauriger. Wenn man sein Kind, dass eine Privatschule besucht in eine Englischakademie schicken muss damit es ein Fach lernt, welches es eigentlich schon gelehrt hätte. Es sind diese Dinge, jeder beklagt sich hier, doch  anstatt mehr in die Schule zu investieren, schicken sie die Kinder in die Akademie weil der Englischunterricht  sowieso schlecht ist an Schulen und bestimmt auch nicht besser wird. Oder man beklagt sich warum sein Laden, der neben zwei anderen Läden ist, die genau das selbe verkaufen, nichts einnimmt. Und es ist praktisch immer so, dass selbe Läden nebeneinander sind.  Dann haben wir Hilfsorganisationen hier, wo wir Austauschschüler die Möglichkeit haben mitzuhelfen. Dann gehen wir meistens einmal mit, dann machen wir Fotos und in Facebook sieht jeder ach wie fleissig doch geholfen wird. Oder man hilft in einer Organisation und führt das Meeting nachher im Kongressgebäude in Lima, mit nem Gläschen Wein und arrangiert  professionelle Marineratänzer zur Unterhaltung und natürlich wieder mit Kameras und Austauschschüler. Oder die gemeinen Diebe die probieren eines meiner elektronischen Geräte zu stehlen, mit dem Erlös dessen sie dann ihre Familie (besser) ernähren können. Solche Sachen brechen mir das Herz und lassen einem einfach schlecht fühlen, und das schlimmste ist, wie verhältst du dich, wenn dir jemand von all seinen Problemen seines Landes erzählt in dem du lebst und er fragt wie es bei uns aussieht. “hmm okay wir sind Ausländerfeindlich gegen genau so Leute wie du, die aus ihrem Land in unseres kommen wollen und sich ein besseres Leben erhoffen” ( Ich weiss, dass es nicht ganz so einfach gesagt werden kann). Und was mir zu denken gibt, dass ich noch nicht einmal die wirklich armen Viertel von Lima gesehen habe.

Es ist natürlich nicht nur schlecht hier, Peru hat wirklich Potential und es hat auch ein enormen Wirtschaftswachstum und man kann richtig spüren wie sich alles verbessert.  Doch ist praktisch alles und jeder hier korrupt.  Doch wer ist schon nicht korrupt? Die Hilfsorganisationen, helfen natürlich auch und sind von grossem Nutzen, nur verstehe ich das ganze drum herum nicht, wenn es doch nur ums Helfen geht, warum muss man dann allen zeigen, dass man geholfen hat? Es tut mir leid, dass ich nach so langer Funkstille grad so komme, doch ich wollte das gerne loswerden.  Und ich finde, es wäre gemein, wenn ich nur von meinen guten Eindrücken erzählen würde.

 

Postkarte:

Letzte Woche lag eine Karte auf meinem Esstisch und ich habe mich natürlich riesig darüber gefreut. Umso mehr war ich völlig verblüfft als mich meine Familie fragte, warum mir den jemand eine Karte schreibt, geht doch viel schneller übers Internet und ist dann noch gratis. Ich wurde umso weniger verstanden als ich sie nach einer Poststelle gefragt habe, wo ich Postkarten versenden kann. Warum will ich jetzt noch mit einer anderen langsamen Postkarte antworten, wenn es doch schon so lange gedauert hat, bis ich diejenige gekriegt habe. Sie rieten mir aber schlussendlich den Austauschleiter hier in Peru zu fragen wo es eine Post hat, denn der verschickt immer Briefe. Sie wüssten es nicht. ;) Als ich jetzt Heute eine Karte aus Malaysia gekriegt habe und ihnen erzählte dass die  104 Tage gebraucht hatte und ich es auch noch fand, gaben sie es auf mir zu erklären, dass es einfacher wäre übers Internet zu kommunizieren. Doch eines ist wohl das dümmste an den Karten,  jeder kann lesen was drauf steht. Ich glaube Postkarten, kann ich nicht mehr schmackhaft machen. Auf eine Art haben sie Recht, macht ja wirklich keinen Sinn, doch man freut sich einfach wenn man eine Postkarte vom anderen Ende der Welt kriegt.

Ich möchte an dieser Stelle gerne noch Rotary und meinen Eltern danken, ohne sie wäre mein Austauschjahr wohl nie so möglich gewesen, wie ich es jetzt habe. Ich bin sehr froh, die Welt mal von einer anderen Perspektive und aus anderen Augen sehen zu dürfen.

Der nächste Post ist dann über die Reise, welche jetzt auch schon einen Monat her ist.

77 Tage

In den vergangen Wochen, ist vieles passiert. Und der Jungfrau Maria Monat gehört nun endlich der Vergangenheit an. Morgen begebe ich mich auf unsere erste Reise mit Rotary. Wir reisen im Süden von Peru und gehen natürlich auch auf den Machu Picchu, dann wäre diese Sache auch erledigt. Details der Reise folgen.

So also beginne ich einfach:

Vergangenen Monat, hatte ich nun auch meine Tanzaufführung in der Schule. Ich bin mir sicher, ihr werdet Freude haben an den Videos und Bildern, und mich diese nie wieder vergessen lassen. Es war eine sehr interessante Erfahrung, mit wie viel Enthusiasmus die peruanische Jugend Volkstänze lernen wollen, um diese nachher vorführen zu können. Und es war nicht einfach eine Vorstellung, es wurden sogar Zuschauertribünen aufgestellt. Ich habe mir einfach immer wieder überlegt, wie das nun wäre wenn meine Kanti Trachtenfeste organisieren würde. Ich denke nicht dass 3/4 des Abschlussjahrganges teilnehmen würden. Doch das ist gerade das coole in Peru. Die Leute stehen ein für ihr Land, es ist das beste überhaupt. Natürlich kommt auch alles gute von hier.

Mit der Sprache, läuft es ziemlich gut. Ich kann Einfache Unterhaltungen führen und auch schon fremde Leute im Bus belauschen. Die Radiomoderatoren, verstehe ich leider immer noch nicht. Dafür aber die Musik die dort läuft. Hier ein paar Lieder, die jeder hier hört, für ein peruanisches Primavera gefühl in der kalten Schweiz.

La Temperatura von Maluma, Bailando von Enrique Iglesias, 6 AM von J Balvin, Travesura von Nicky Jam

Da ich leider noch nicht so viel Bilder auf den Blog gestellt habe, hole ich das jetzt nach.

 

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Hier ein Bild von einem Schulbus meiner Schule. Es erinnert mich stark an die in den USA. Ist wohl doch nicht alles schlecht von den Staaten:P

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Zwei Bilder von dem Auftritt an meiner Schule. Wenigstens lenkt das Kostüm von den Schuhen ab. Man muss aber eingestehen, dass die Kostüme gar nicht mal so übel aussehen, wenn sie von Peruanern getragen werden. Auf den Bildern sind unter anderem zwei Austauschschülerinnen, aus Finnland und Belgien. Und auf dem Bild links noch eine Peruanerin. Ich habe leider das Video vom Auftritt noch nicht. Aber ich werde es nach meiner Reise hochladen, oder sicher im Sommer vorführen.

 

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Dies Köstlichkeit, rettet mich oftmals im Schulalltag. Ich kann wohl sagen, es ist meine Lieblingsschokolade, wo in Peru hergestellt wird. (ist von Néstle, was schon nicht?)

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Ein Markt, nur paar Minuten entfernt von meiner Schule, und wie das duftet. Einfach genial.

 

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Ja es stimmt, Lima hat Verkehr. Und so sieht es oftmals aus, auf dem Javier Prado. Es gibt eigentlich keinen anderen Weg, sich fortzubewegen, ausser auf den Strassen. Es hat eine Metro, aber diese ist eher in den ärmeren Regionen.

 

 

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In einem kleinen Bus, damit ihr euch diese ein wenig vorstellen könnt, wie es so aussieht.(sind unterschiedliche )

 

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Der Jungfrau Maria Monat kann natürlich nicht, ohne eine zwei stündige Zeremonie vorbei gehen. Auf jeden Fall, wurde die Statue, während wir alle auf dem Pausenplatz warteten, von auserwählten Studenten auf die Bühne getragen. Beinahe wäre ich einer der glücklichen gewesen, doch schlussendlich, trauten sie die Staue lieber einem “richtigen” Christen an, nicht so einem europäischen.

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Und zu guter Letzt, ich in meiner Schuluniform. Ich muss anmerken, dass wir vier verschiedene haben. Das ist jene von meinem Jahrgang, weil wir die Abschlussklassen sind, haben wir auch unsere spezielle Uniform. Normalerweise gibt es eine für Sport und eine normale. Man kann eigentlich die Uniform tragen, welche man möchte. Ausser am Montag, da müssen alle in der gleichen kommen, der offiziellen Schuluniform. Doch jene die am Montag Sport haben, tragen dann trotzdem die Sportuniform, also man merke, es ist eigentlich egal.

 

 

 

 

52 Tage Lima

Ich bin wohl jetzt, in meinem Alltag angelangt, doch sind es kleine Dinge, welche mein Leben hier so speziell machen. Nur schon das Beten jeden Morgen in meiner katholischen Schule, die Toiletten ohne WC-Sitz, ein Gringoruf hier ein mit dem Finger auf mich zeigen dort.

Ich könnte Stunden lang so weiter erzählen, doch probiere ich es wieder einmal mehr oder weniger strukturiert zu beschreiben. Die letzte Woche war eigentlich nichts spezielles, doch habe ich herausgefunden, wie schnell man in Peru gratis zu Schmerzmittel kommen kann. So ging ich in der Schule nochmals zu der Schulärztin, um meine Hand zu zeigen. Als ich ihr erzählte, dass ich immer noch Schmerzen habe, drückte sie mir eine Packung Schmerzmittel in die Hand und hat gesagt, ich soll doch drei Mal am Tag eine Tablette nehmen. Da stand ich nun mit meinen gratis Medikamenten, ich hätte ja eher auf einen Tag Schulfrei oder Mitleid gehofft, doch andere Länder andere Sitten heisst es doch so schön. Auf jeden Fall habe ich wohl den Grund herausgefunden, warum wir langsam immun gegen Antibiotika sind.

Es war allgemein ein spezieller Tag, denn meine Schule befindet sich im Moment im Jungfrau Maria Monat und da am 8. September, wie ihr bestimmt wisst, Maria geboren wurde, wurde dies auch gefeiert. Wir haben uns alle während der Schule auf dem Pausenhof versammelt. Und nach dem wir gezeigt haben wie viele Gebete wir können, wurde natürlich noch ein “Feliz Cumpleaños” gesungen. Ihr könnt mir glauben, dass ich mich peinlicherweise vor lachen nicht mehr zurück halten konnte, als ich herausfand, dass die riesen Torte und das ganze plemplem für die Jungfrau Maria Statue war. Auch dass applaudieren danach, kam mir irgendwie seltsam vor.

Am Mittwoch, ging ich wie gewöhnlich zu dem Rotary Meeting und langsam verstehe ich auch über was so geredet wird. So beginnt jedes Meeting, indem wir zuerst für die peruanische Fahne applaudieren und danach für die meines Gastclubs, ich denke manchmal ist es besser, wenn man gewisse Sachen nicht verstehen würde.

Der Rest der Woche, verbrachte ich eigentlich damit, auf Samstag zu warten, um nach Miraflores und ans Meer  gehen zu können mit den anderen Austauschschülern. Denn die Austauschschüler, welche im Januar ankamen, wollten uns ein wenig herum führen. Es war wieder einmal traumhaft. Leider, haben wir nicht wirklich vieles angeschaut, doch die Zeit mit meinen Freunden war genauso viel wert. Ich hätte wohl auch nie gedacht, dass ich jemals in den Starbucks gehen würde, um ein Getränk mit RICHTIGER MILCH zu trinken.

Was ich wohl am meisten vermisse hier, sind die Milchprodukte. Die kulinarischen Erfahrungen hier, beschränken sich im Moment eigentlich auf Poulet mit Reis. Manchmal gibt es Pommes, oder anderes Fleisch, doch Reis ist etwa so oft in einem Menü anzutreffen, wie ein Teller. Zum Glück braucht man den ja nicht im Mc Donalds ;).

Das nächsten Wochenende, findet die Aufführung meines Tanzes der Schule statt, also proben wir manchmal schon während den Schulstunden. Es macht Spass zu sehen, wie man sich verbessert. Doch bin ich auf gewisse Weise auch froh, wen ich ab nächster Woche noch eine andere Sportart ausüben könnte. Ich habe gehört, es gibt hier einen Rugby Club, ich wollte schon immer mal Rugby spielen.

Heute, mussten die Jugendlichen aus meinem Gastclub nicht in die Schule, denn wir halfen Geld zu sammeln, für die Krebsliga in Peru. Wir liefen mit einer Büchse umher und fragten Passanten, ob sie nicht etwas spenden wollen. Doch interessanter war wohl der Weg zu dem Treffpunkt. Ich ging mit dem Bus meine belgische Kollegin abholen, um ihr zu zeigen, wie man mit dem Bus zu “La Rambla” dem Shopping Center kommt. Doch ist das so eine Sache, wenn man einen Peruaner etwas fragt, so sagte uns der Buschauffeur, dass er zu “Aviación”, der Station wo wir wollten, fährt. Doch genossen wir so, unseren spontanen Trip in die wirklich ärmere Gegend von Lima. Zum Glück, wussten wir, wie wir mit der Metro (eine Hochbahn) zu unserer Station fahren konnten, also ging diese Sache wiedermal gut aus. Doch keine Angst, es war nicht viel mehr gefährlich, einfach ärmer. Doch ist es nicht das Stadtviertel, wo man Selfies machen sollte. Es führt einem einfach wieder einmal vor Augen, wie Peru lebt.

Allgemein, gibt es einfach Regeln zu beachten, wenn man die Busse hier nehmen will, so sollte man, wenn man schon weiss ist, nicht noch den Leuten zeigen, das man auch das neue iPhone 7’000 hat. Das Geld am besten schon vor dem einsteigen parat machen und und und.

Schulalltag:

 

Ich kann leider nur den Alltag einer katholischen peruanischen Schule erklären, ich hoffe das ist fürs erste genug ;P. Zwischen 7.20- 7.35 Uhr holt mich mein Schulbus vor meinem Haus ab und bringt mich zu der Schule. Ich bin froh, dass die Schulbusse schon eine gewisse Lebenserfahrung haben und dem Anschein nach auch Umfälle überlebt haben, also keine Angst um mich sie kamen bis jetzt noch immer ans Ziel. In der Schule angekommen, geht mein Weg über den Pausenplatz (un)glücklicherweise an der Cafeteria vorbei, zum Eingang des Schulhauses, wo ein Mann ( ich weiss nicht genau was er macht), uns kontrolliert( auch nicht was er kontrolliert), auf den Innenhof, des “Secundaria” Schulhauses. In meiner Schule sind die Kinder vom Kindergarten, bis sie dann in der 5 Sekundar meine Schule verlassen und mit einem Aufnahmetest an eine Uni können. 

Auf dem Innenhof, stellen sich die Klassen reihenweise auf, natürlich Jungen und Mädchen getrennt. Um ungefähr 7.45 Uhr, beginnt der Rektor, mit Hilfe eines Mikrophons und einer strengen Stimme, uns Anweisungen zu geben. Dann drehen wir uns immer auf sein Kommando um 90 Grad nach rechts, bis wir uns schliesslich  zweimal um unsere eigene Achse gedreht haben. Dabei ist es auch sehr wichtig immer genug Abstand zu seinen Klassenkameraden zu haben. Doch falls man das vergessen würde, hätte man die Chance, es innert zehn Sekunden wieder zu erfahren, da der Rektor uns gerne darauf hinweisst, auch wirklich genug “Distancia” zu haben. Nach etwa fünf Minuten, beginnen wir dann mit dem beten. Und um 7.55 begönne nach Stundenplan der Unterricht.

Ich muss zugeben, die Schule ist um einiges anspruchsvoller, als erwartet. Auch die Aufgaben sind nicht ohne. Nur ist hier der Hacken, dass man immer vier Lösungsvorschläge hat. Und auch, dass wirklich 90 Prozent der Schüler die Übungsaufgaben abschreiben. Ihr denkt euch jetzt vielleicht, wie die das an der Prüfung machen? Ganz einfach wie gelernt. Abschreiben. Und wenn man die Schrift des nicht lesen kann, fragt man halt. Das ist cool für die Schüler, doch werden sie so überhaupt nicht gefördert. Auch habe ich das Gefühl, das das Schulsystem sehr mathematiklastig ist. So haben sie von 45 Lektionen an 40 Minuten, in der Woche 10 Lektionen Mathematik und 4 Lektionen Physik. Dann haben wir noch Chemie, Computation ( ich weiss immer noch nicht was das ist), Bücherlesefach, Englisch, Philosophie Politik, Geschichte, Sprache und Literatur, Religion und Geopolitica(in diesem Fach ging es aber bis jetzt eigentlich nur um Gebiete, welche unrechtmässig in chilenischem Besitz sind). Was mich am meisten schockiert hat, ist der Englischunterricht, denn die Schüler, welche nie in einem Englischcolegio waren, sind oft nicht im Stande einen einzigen Satz auf Englisch zu sagen.

Ich habe jeden Tag, zuerst vier Lektionen Schule, dann die erste Pause, dann drei weitere Lektionen Schule, wieder eine Pause und zu guter Letzt, meine zwei letzten Stunden. Zwischen den Lektionen, gibt es eigentlich keine Pausen, doch nimmt das hier eigentlich niemand so ernst.

Alles Gute Aus Peru ;)

P.s Fotos kommen später.

42 Tage Lima

Für den Blog über die Schule müsst ihr euch leider noch ein wenig gedulden. Dieses Mal habe ich auch eine ernsthafte ausrede, warum ich erst jetzt schreibe. Meine Schule hat diese Tage Olympische Spiele und da habe ich mich natürlich auch für einen Sport angemeldet. Jede Klasse ist ein Land und muss Disziplinen machen, doch eigentlich besteht es nur aus Fussball, ein bisschen Leichtathletik (einfach 200 Meter Laufen und Weitsprung), Volleyball (nur für Frauen natürlich), Frauenfussball und Basketball (nur für Männer). Ich bin kein Antifeminist, doch wurde mir erklärt, das Frauenfussball und Fussball etwas komplett anderes sei, daher kann ich das natürlich nicht in einem Wort nennen.

Letzten Sonntag, hatten wir um 9 Uhr Besammlung, damit wir um 12.00 Uhr mit der Eröffnungsfeier anfangen konnten, welche auf 10.00 Uhr geplant war. Ich hatte die Ehre, einen griechischen Gott zu spielen. Nach der Eröffnungsfeier, wurde an der Feier noch ein wenig getrunken und dann ging ich mit meiner Familie in Rocky’s essen. Das ist eine Restaurantkette,wo man hingeht um Pollo (Poulet) zu essen. Danach wollten wir an ein Konzert, doch da wir zu spät waren, gingen wir an den Strand und danach nach Hause. Der Strand hier in Lima ist wirklich nichts schönes, wenn man das so sagen darf. Auch hat es nichts positives zu meinem Eindruck beigetragen, als ich erfuhr, dass niemand hier badet, weil alles Abwasser von Lima hier ins Meer fliesst. Von Montag bis Mittwoch war dann “normal” Schule und am Donnerstag, begannen wir dann endlich mit den Spielen. Ich war in der Basketballgruppe und durfte in der zweiten Halbzeit auf den Platz, doch stellte es sich heraus, dass ich eher der Zuschauer bin, denn  ich stolperte über meine eigenen Beine, lief geradewegs in die Tribüne am Rande, welche aus Stein war, schlug mein Bein an und dann schlussendlich noch meine Hand, so fest, dass ich sie nicht mehr bewegen konnte. Meine Hand war nur geschwollen, doch genug um sie jetzt schon seit fünf Tagen nicht mehr gebrauchen zu können.

Ich ging letzte Woche am Dienstag noch ins Kino, am Jockey Plaza, eine wunderschöne Mall und sie ist nur 15 Minuten und 30 Rappen von meinem Haus entfernt. In der Mall gibt es ein Kino,Elektronik Shops, Kleiderläden, sogar einen Bankomaten, der nicht auf offener Strasse ist, Mc Donalds, Burger King, TGI Friday’s und ein Hard Rock Cafe kurz alles was man braucht. So konnten wir für 15 Fr. ein Film schauen gehen und vorher konnte ich mein erstes Burger King Menü in Peru geniessen.

Ich habe im Moment jeden Montag, Mittwoch und Freitag nach der Schule von 15.30-17.00 Uhr Caporales (traditionelelr Tanz), was auch auf dem Schulareal stattfindet. Wir studieren einen Tanz für das grosse Fest meiner Schule ein. Dazu kommen noch meine Marinerastunden (auch ein traditioneller Tanz) jeden Montag und Mittwoch von 18.00-19.00 Uhr. Somit tanze ich 6.5 Stunden in der Woche, also übt schön tanzen, wenn ihr dann mit mir mithalten wollt. Das Tanzen hier, wird sehr ernst genommen, weil jeder Abschlussjahrgang, eine möglichst gute Show hinlegen möchte.

Am Wochenende, waren dann noch mehr Spiele. Doch für mich war der Traum von Olympia Gold leider gestorben. Am Sonntagabend, konnte ich dann endlich selber einen Bus nehmen, um zum Haus einer Austauschschülerin zu gelangen, wo wir uns alle trafen, um gemeinsam einen Film zu gucken.

Am Freitag, ist der letzte Tag der Spiele.

Bis Bald Laurin

Ich war das erste Mal am Pazifik.

Ich war das erste Mal am Pazifik.

Dem anschein nach ist dieses Getränk hier sehr beliebt ;)

Dem anschein nach ist dieses Getränk hier sehr beliebt ;)

Jap auch in Peru gibt es Fotokästen

Jap auch in Peru gibt es Fotokästen

Meine ersten kleinen Schweizer in Peru ;) Leider nur an den olympischen Spielen meiner Schule.

Meine ersten kleinen Schweizer in Peru ;) Leider nur an den olympischen Spielen meiner Schule.

Ich gebe zu, das "Kleid" ist unvorteilhaft... Doch ich konnte es nicht aussuchen, Götter sind nun mal so wie sie sind.

Ich gebe zu, das “Kleid” ist unvorteilhaft… Doch ich konnte es nicht aussuchen, Götter sind nun mal so wie sie sind.

Marineraklasse

 

 

 

Erster Schultag

So jetzt war es endlich so weit, ich begann mit dem normalen Schulalltag. Okay, normal wäre wohl falsch ausgedrückt. Denn ich bin mir eine geringere Begeisterung gewohnt.

Doch das Ganze mal von vorne. Wir mussten uns wieder vor dem Rektor einfinden, welcher uns fünf Austauschschüler dann den verschiedenen Klassen zuwies.Jeder ist alleine in seiner Klasse. Ich bin in der Klasse 5c. Das ist der Abschlussjahrgang und wir werden daher auch einen Abschlussball und alles drum herum haben. Wir wurden in die Klassenzimmer begleitet und der Klasse vorgestellt. Da stand ich nun, von nicht weniger als 36 Augenpaaren begutachtet. Es reichte noch für ein “Hola me llamo Laurin y soy suizo”, denn zugegeben, viel mehr kam mir nicht in den Sinn. Doch das war nicht weiter tragisch, denn in den nächsten zwei Lektione wurde mir jede mögliche Frage gestellt. Ich würde ja gern sagen welche, doch verstanden habe ich eigentlich keine. Ich kann wohl das erste Mal in meinem Leben sagen, ich habe nichts vom Unterricht mitbekommen, weil mich andere abgelenkt haben. Und so ging es den ganzen Tag weiter. Nach Physik, hatten wir Chemie. Doch speziell war, anstatt vor dem Chemielabor auf die Lehrerin zu warten, warteten wir in unserem Klassenzimmer, welches wir nie wechseln auf unsere Lehrerin, die uns zum 10 Sekunden entfernten Labor begleitete.

Durch unser Schulhaus zu gehen, ist so eine Sache, welche sehr gewöhnungsbedürftig sein wird, denn ich kannte das bisher nicht, dass Leute von ihren Pulten aufstehen um an die Fenster und Türen zu gehen, damit sie den neuen Austauschschüler auch wirklich sehen. Ich bin halt auch der einzige männliche Austauschschüler in meiner Schule. Die Leute in meiner Klasse sind sehr freundlich. Generell, helfen alle an meiner Schule, wo sie nur können.

In der Chemie Stunde unterhielt ich mich mit meinen neuen Schulfreunden über Fussball. Okay, vor allem half ich ihnen, die duetschen Namen der Fussballspieler richtig auszusprechen. So wollten mir meine Kameraden einfach nicht glauben, dass ich mich nicht für Fussball interessiere und auch äusserst schlecht darin bin. Bis ich schliesslich einwilligte mit ihnen in der Pause Fussball zu spielen und ihnen vom FC Luzern meinem absoluten Lieblingsclub vorschwärmte, denn jeder hat ja einen Club, welchen er mit Herz und Seele unterstützt. In der Pause, bewies ich ihnen dann mein eben „nicht Talent“ und glaubt mir, wenn ich euch sage,  dass ich noch nie so viele gelogene Komplimente bekommen habe in meinem Leben. Es hat eben auch seine guten Seiten, wenn alle mit einem reden wollen.

Nach der Pause, hatten wir Computation. Wie der Name sagt, hat es mit Computern zu tun, doch mehr habe ich leider noch nicht rausgekriegt. Später ging es weiter mit dem Fach Klassenstunde/Bücher lesen. Und zu guter Letzt Anatomie! Es war nun 14.30 Uhr und ich war fertig mit der Schule. Ich wartete noch 40 Minuten auf meinen Vater, welcher mich direkt nach der Schule abholen kam und fuhr dann mit ihm nach Hause.

Dritte Woche

Montagmorgen hiess es früh aufstehen, denn ich hatte um halb acht einen Termin beim Rektor der Schule. Also nahm ich den Schulbus um 7.30 Uhr, der pünktlich mit fünf Minuten Verspätung auch erschien. Wir mussten zuerst zum Rektor der Schule gehen, damit er uns in die verschiedenen Klassen einteilen konnte. Doch da war kein Rektor. Also sagte man uns wir müssten warten. Um halb neun informierte uns seine Sekretärin, dass der Termin vor einer Woche gewesen wäre und wir doch morgen wieder kommen sollen. Also ging es ab nach Hause und rein in das warme Bett. Denn in Peru ist im Moment tiefster Winter, bei Temperaturen unter 20 Grad muss man schon aufpassen, dass einen die Grippe nicht packt.

Am nächsten Tag ging es wie ausgemacht um 14.00 Uhr in die Schule, damit uns der Rektor um 16 Uhr mitteilen konnte, dass ich doch erst am nächsten Montag wieder zu kommen bräuchte. So macht Schule Spass.

Da hatte ich nun Zeit, eine Woche, ganz schön viel, wenn man nicht weiss, was man machen sollte. Am Mittwoch ging ich das erste Mal nach Miraflores, ein Stadtteil in Lima, traumhaft. Und ich habe zum ersten Mal Touristen gesehen. Meines Empfindens nach ist Miraflores wie eine spanische Stadt am Meer. Es tat gut, Lima jetzt mal als Stadt gesehen zu haben und nicht nur als Wohnsiedlung mit Läden. Ich freue mich schon, nach San Isidro zu gehen. Was man natürlich erwähnen muss, sind die teureren Preise in den touristischeren Gegenden. Es kann schon vorkommen, dass ein Wasser statt 1 Sol 3 Soles kostet (1Fr.). Doch die Preise hängen eigentlich nur von der Hautfarbe und den Spanischkenntnissen ab. So war ich sehr stolz, als ich in einem Kiosk bemerkte, wie mich die Verkäuferin übers Ohr hauen wollte. In Lima hat es viele kleine Häuschen auf den Trottoirs, welche wie ein Kiosk sind.

Am Donnerstag verliess mich nun auch meine peruanische Gastschwester. Es fiel mir extrem schwer, sie gehen zu lassen. So schnell kann man jemanden ins Herz schliessen. Sie stand mir stets zur Seite hier in Peru. Doch sie wird ihr Austauschjahr in Deutschland geniessen, da bin ich mir sicher.

Am Freitagabend ging ich mit Freunden erneut nach Miraflores. Und von dort weiter an eine Reu (kleine Fiesta). Denn Fiestas wären ja verboten für Austauschschüler. Es war das Abschiedsfestchen von einem Mädchen, das nach Taiwan geht. Doch interessanter war der Hinweg. Wir waren zu elft und wollten dorthin kommen. Also entschieden wir uns, alle zusammen EIN Taxi zu nehmen. Ich wusste ja, dass der Polizei herzlichst egal ist, wenn mal einer mehr in einem Auto mitfährt, als zugelassen wäre. Doch grad sieben Personen zu viel! Es war auf jeden Fall eine witzige Taxifahrt.

Samstags musste ich früh aufstehen und durfte dafür eine Austauschschülerin mit ihrer Familie nach Chaclacayo in den Country Club, in welchem ihr Vater Mitglied ist, begleiten. Das war sehr schön, alles war so sauber und aufgeräumt. Es bereitete mir grad ein bisschen Heimweh, so schöne saftige Wiesen zu sehen, einen kleinen See und sogar Enten. Doch fiel es mir dann umso schwerer, wieder durch Strassen zu fahren mit unfertigen Häusern, kaputten Fassaden und Leuten mit schmuddeliger Kleidung. Man kann es nicht leugnen, dass auch Armut herrscht in Peru, und dies wurde mir am gestrigen Tage wieder mehr bewusst.

Heute hatte ich nichts zu tun, ich verbrachte viel Zeit mit meiner Gastfamilie. Und wir schauten auch eine DVD zusammen, welche hier in den Markthallen übrigens sehr günstig erworben werden können. Man kann teilweise für 1 Sol eine DVD kaufen, was ungerechnet etwa 30 Rappen macht. Nur bin ich mir noch nicht so sicher was Herr Urheberschutz von diesen Geschäften hält.

Vielleicht hört ihr ja bald von meinem ersten Schultag. Wann der stattfindet, will ich noch nicht versprechen. Doch ich gehe morgen mal im Büro des Rektors vorbei.

 

Zweite Woche

Als erstes, ich habe meine Koffer. Und es war alles noch vorhanden. Dieses Wochenende war das Einführungscamp. Natürlich würde ich gerne erzählen wie es war, doch Regel Nummer eins war, was im Camp passiert bleibt auch im Camp, klingt nach Vegas, doch mehr als einen scheiss Morgen hatte es nicht gemeinsam (Morgenjogging). Wir wurden einfach über Regeln und Sitten informiert und den Rest hab ich nicht verstanden. Auf jeden Fall sind wir eine coole Austauschschülertruppe. Wir hatten bis jetzt viel Spass.

Die Spanisch schule war genial. Lustig ist nur schon,dass wirklich niemand pünktlich in der Schule war, nicht mal der Lehrer. Also interessierte es ihn auch nicht, als eine Schülerin 1.5 Stunden zuspät erschien, kann ja mal passieren. Oder wenn eine Schülerin halt lieber in den Zoo geht mit ihrer Gastfamilie. Es ist auch nicht schlimm, wenn man kurz den Unterricht verlässt und sich einen Snack kaufen geht, man muss den Lehrer halt einfach vorher fragen was er will, denn er kann ja nicht gehen. Das einzig schwierige an dem Kurs war, seinen Namen zu buchstabieren. So wurde schnell mal aus meinem Namen ein Laulrdin. Doch haben wir natürlich auch etwas gelernt, zum Beispiel, das vosotros nur poetisch gebraucht wird, oder von den Snobs (Jonas, da hast dus, du Snob). Nimmt mich ja wunder wie dann die richtige Schule wird. Denn leider ist der Kurs jetzt vorbei und am Montag beginnt die normale Schule. Doch freue ich mich drauf, denn ich habe mich langsam eingelebt und bin gut angekommen in Lima. Der Kulturunterschied war zugegeben grösser als ich gedacht habe.

So bin ich immer wieder verblüfft, darüber wie gewisse Sachen gehandhabt werden. Das spannendste ist wohl der Verkehr, ein Limanese hupt wohl mehr in einer Stunde als ein Europäer in seinem ganzen Leben, bis jetzt ist der Rekord meines Gastvaters sechs mal in der Minute, ich habe gestoppt. Oder die Dinge allgemein, nach einer Zeit beginnt man sich mehr auf die kleineren Dinge zu achten. Meine Gastfamilie zum Beispiel guckt immer einen Fernsehsender, in jenem gibt es, abgesehen von einer sexistischen Sendung, wo Frauen in Bikinis und Männer in Tanktops und kurzen Hosen in zwei Gruppen gegen einander antreten, eine Nachrichtensprecherin, die nach jeder Ansage tanzt. Also fragte ich meinen Gastvater, warum die den immer tanzt nach den Ansagen und er erklärt mir, weil sie es mag, ist doch klar! Oder ein anderes Phänomen ist wie viele Sachen von Peru kommen, es gibt glaub ich nichts schlimmeres als wenn man etwas, was ein Peruaner als peruanisch vorstellt, schon in einem anderen Land probiert hat oder geschweige denn weiss woher es kommt.

Ein anderes Thema sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Die kleinen Busse, wo man für einen Soles ( etwa 30 Rappen) durch halb Lima fahren kann. Von denen hat es fast mehr als Autos. Und alle sehen gleich aus und doch wissen alle Peruaner in welchen sie einsteigen müssen, vielleicht haben die das im Blut.

Heute waren wir im Parlament und im Präsidentenhaus und wir konnten die Wachablösung sehen. Es erinnerte an die in England, vielleicht tun das alle Wachablösungen, habe erst zwei gesehen.

Mein Spanisch wird jeden Tag besser, trotz meiner 3.5 in Französisch kann ich sehr viel ableiten und schlage mich eigentlich gut durch. Ich denke aber auch nicht das da jemand bei mir Angst gehabt hätte, dass ich mich mal nicht verständigen könnte.

Auch in Peru hat es an jeder Ecke Donuts

Auch in Peru hat es an jeder Ecke Donuts

 

Aussicht von Dach

Der Hund meiner Familie:) Obwohl ich keine Hunde mag, ist der mir jetzt schon ans Herz gewachsen.

Der Hund meiner Familie:) Obwohl ich keine Hunde mag, ist der mir jetzt schon ans Herz gewachsen.

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Ich und meine Gastschwester aus den USA, sie wohnt noch bis am 10.8.14 bei uns

Ich und meine Gastschwester aus den USA, sie wohnt noch bis am 10.8.14 bei uns

Dies ist der Goldraum im Parlamentsgebäude, warum der so heisst, erklärt sich wohl von selbst.

Dies ist der Goldraum im Parlamentsgebäude, warum der so heisst, erklärt sich wohl von selbst.

Wachablösung Selfie mal anderes Auch das Parlament muss geputzt werden

 

29. Juli: Shopping

So nun war es morgen, mein erster Morgen in Peru. Wir waren den ganzen Vormittag im Haus und ich bekam ein Telefon vom Flughafen, dass ich mein Koffer abholen kann.

Spass, wir mussten denen anrufen, und erfuhren, dass sie immer noch keine Ahnung haben, wo mein Koffer ist. Also mussten wir los um mir Unterwäsche und Kleider zu kaufen. Zum Glück habe ich eine Travel Cash Karte dabei, die ja auf der ganzen Welt funktioniert. Am Bankschalter, bemerkte ich, dass Peru wohl nicht zu der Welt zählt, denn Geld kam da sicher nicht raus. Also musste ich meine US Dollars in Nueve Sol (peruanische Währung) umtauschen. Nach dem ich für 50 Dollar 138 Soles bekam, gingen wir weiter, ich würde gerne meine Route zeigen, doch ich bin mir nicht mal sicher, ob wir überhaupt aus unserem Quartier gekommen sind. Die Strassen sind überall dicht befahren und ich glaube Verkehrsregeln, ist ein Fremdwort hier.

Doch zurück zu meinem Kleiderproblem. In dem Einkaufszentrum angekommen, war ich zuerst mal beeindruckt von den Grössenverhältnissen hier. Sie verkaufen dort drinnen sogar Autos. Da ist das Emmenzenter mit seinen über 88 Läden nichts dagegen. Wir gingen in einen riesig grossen Kleider/ Fernseher/ Möbel/ Fahrrad Laden und ich begann mit meiner Kleidersuche. Ich hatte noch eine Hose im Handgepäck das heisst ich musste nur T-Shirts und einen Pulli kaufen. Doch ich bemerkte relativ schnell, dass die nicht wirklich Kleider in meiner Grösse haben. Dies erklärt auch warum mich alle anschauten, als wäre ich ein Dinosaurier auf freiem Fuss. Okay zugegeben, dieser Vergleich hat eigentlich was. Ich war der einzige weisse in diesem Einkaufzentrum, und wahrscheinlich auch seit langem. Also musste ich anders an die Kleidersuche gehen. Ich nenne es “peruanisches Shopping”; Man geht durch den ganzen Laden und sucht nach Klamotten in seiner Grösse und man darf sie nicht probieren und anschauen, denn sie sind sowieso zu klein. Es kommt ja bekannterweise eh nur auf die inneren Werte drauf an. Am Abend reiste mein Gastbruder ab, für ein Austauschjahr in den USA. Das witzige ist, ich war aufgeregter, als vor meiner Abreise.

 

28. Juli: Ankunft

Mein Name ist Laurin Portmann, ich bin 17 Jahre alt und mache ein Austauschjahr in Peru. Doch dieses Austauschjahr muss ich mir hart verdienen.

Nachdem mein Flug etwa 3 Stunden Verspätung hatte von Zürich nach Amsterdam, musste ich natürlich ans andere Ende des Flughafens, um nach Lima weiter zu fliegen. Völlig fertig und verschwitz am Gate angekommen, erfahre ich, dass ich noch eine Stunde Zeit gehabt hätte, weil sich der Flug nach Lima auch verspätet hatte. Also hier war ich nun am Gate, am Boden sitzend und keuchend. Doch dank den Blazers, den alle Rotary Austauschschüler tragen müssen, erkannte ich viele andere Rotary Austauschschüler und war von nun an mit denen unterwegs.

Der Flug nach Lima war eigentlich ganz angenehm, halt so angenehm wie ein zwölf stündiger Flug sein kann, aber okay. Ich glaube ich habe noch nie in meinen Leben so viel gegessen wie auf dieser Reise nach Peru, ganz zu schweigen von meiner neu entwickelten Kaffee Sucht.

In Lima angekommen, mussten wir noch ein Formular ausfüllen und vorerst ein Touristenvisum verlangen. Danach ging es auf zur Gepäck suche, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein Koffer erschien nicht auf dem Band. Also ging ich los, um jemanden danach zu fragen. Doch war es schwerer als gedacht, jemanden zu finden, der mit mir redete und es auch verstand. Also ging ich zum mir empfohlenen Schalter neben der Gepäckausgabe,um eine Vermisstmeldung für mein Gepäck aufzugeben. Nach einer Stunde in einer Schlange warten, wo vielleicht nicht mal die richtige ist, entschied ich mich zu meiner Gast Familie und Natalie (Gastschwester aus den USA) zu gehen, die mich trotz des langen Wartens, herzlichst empfingen. Mit ihrem Spanisch gelang es mir dann, nach einer Stunde endlich die Vermisstmeldung aufzugeben. Der Mann am Schalter versicherte mir sie rufen uns manyana (wie ich das spanische Wort liebe) an und schicken uns den Koffer.

Es war nun Mitternacht und ich war endlich in Peru. Wir gingen noch etwas essen, und dann um etwa halb zwei ins Bett.